Westerwelle

Mit einigem Erstaunen muss man feststellen, dass der Amtsantritt von Guido Westerwelle als Außenminister dem Schwulenwitz zu verblüffender gesellschaftlicher Akzeptanz verholfen hat.

Sah sich ehedem jeder alsbald am Homophobie-Pranger, der sich über die Allgegenwart von Klaus Wowereit auf Schwulen-Parties, -Demos und Christopher-Street-Days auch nur wunderte, so ist es heute in vermeintlich aufgeklärten Milieus keineswegs mehr anstößig, die Frage der „Erderwärmung“ im Zusammenhang mit Westerwelles Auslandsreisen anzusprechen. „Klimaverhandlungen wird er ja wohl nicht führen“, grient die Kollegin, die aus ihrer Grünen-Wählerschaft noch nie einen Hehl gemacht hat. Phantasien über das Damenprogramm für Westerwelles Freund machen die Runde und anzügliche Bemerkungen über protokollarische Gelegenheiten, bei denen man sich bücken müsse…

Könnte es sein, dass die viel gescholtene Doppelmoral womöglich kein Vorrecht des ach so beschränkten Klein- und Spießbürgers ist?! Es kann.

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