Der Fall Brender

Die von Polit-Klüngeln betriebene Ablösung des ZDF-Chefredakteurs schlägt hohe Wellen. Lässt man einmal die rituelle Empörung darüber beiseite, dass es die Union ist, die Nikolaus Brender weghaben will (wenn die SPD ihre Personalien durchboxte, wäre es schließlich keinen Deut besser) und dass ausgerechnet der Unsympath Roland Koch das Wort führt, so bleiben vor allem zwei Ärgernisse: Erstens, dass es bei der ganzen Debatte nicht um die Qualität von Brenders Amtsführung geht, obwohl nur dies das Kriterium für Vertragsverlängerung oder Auslaufen desselben sein kann. Und zweitens, dass Spitzenpersonalien im „öffentlich-rechlichen“ Rundfunk eben nicht öffentlich verhandelt werden.

Man mag den Einfluss der Politik auf die großen Anstalten beklagen, aber wenn das Konstrukt so ist, wie es ist, hat Roland Koch gefälligst öffentlich klar und nachvollziehbar die Missstände zu benennen, die Brender womöglich zu verantworten hat. In Hinterzimmern missliebige Nasen wegzukegeln geht nicht.

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