Stasi in Brandenburg: Neues aus dem Birthler-Live-Ticker

Korrigiere mich wie folgt: Sieben. Hatten wir noch vor zwei Tagen von sechs Stasi-belasteten Mitglieder der Brandenburger Links-Fraktion (26 Mitglieder) gesprochen, so meldete sich heute in Gestalt von Renate Adolph der nächste Ex-IM. Man wird ernstlich darüber nachdenken müssen, an dieser Stelle eine Art Birthler-Live-Ticker einzurichten, um bei all den Mielke-Mitstreitern einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben.

 Mit nüchterner Rationalität ist dieses Schmieren-Spiel freilich nicht mehr zu ertragen. Dass noch kein Aufstand durchs märkische Land geht, weil diese Regierung den Ruf der unbescholtenen einfachen Menschen jeden Tag ein Stück mehr ruiniert, ist aber doch verwunderlich.

Jedenfalls kann man sich in Potsdam die so genannte Einzelfall-Prüfung inzwischen sparen, da die Kundschafter für den Frieden ja inzwischen in Kompaniestärke unterwegs sind. Auch wird ein Stasi-Beauftragter allein die aufgelaufene Arbeit wohl nicht schaffen. Und an den Autobahnen sollte künftig als neue Image-Kampagne beim Überqueren der Landesgrenze vielleicht ein Schild mit der Aufschrift stehen: „Von hier an haben Sie den Beton nicht nur unter den Rädern – sie begegnen ihm auch im Landtag.“ Oder: „Brandenburg – führend in der Spitzel-Forschung“. Angesichts der weitgehenden Deindustriealisierung der Mark könnte man auch schreiben: „Stasi statt Produktion“. „Akten statt Fakten“, „Berichterstattung auf Spitzel-Niveau“, „Wir wissen Bescheid: die Linke“…

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