Fundsache: Wowereit

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat das Urteil der Karlsruher Verfassungsrichter als „Rückschritt für das Christmas-Shopping“ bezeichnet.

Dazu müsste man eigentlich nichts weiter sagen. Besser kann man die Gemütslage des obersten Hauptstädters wohl nicht sezieren! Hat dieser Mann überhaupt begriffen, worum es in dem Verfahren ging? Passt auf den mentalen Flachbildschirm dieses deprimierenden Bürgermeisters nichts anderes als „Rückschritt für das Christmas-Shopping“? Jeder Freizeit-Gewerkschafter (dass ist eine Arbeitnehmer-Vertretung, der die SPD einmal nahe stand) versteht mehr von Wochenendschichten vor Weihnachten im Einzelhandel, von zerrütteten Familien und dem Stress des nie endenden Geschäftsrummels als Wowereit, der mehr Vize ist als SPD.

Man muss schon die Leuchtreklamen am Picadilly Circus für blühende Landschaften halten, um die Fragen der Sonntagsöffnungszeiten auf einen „Rückschritt für das Christmas-Shopping“ zu reduzieren. Wenn es denn einen Grund zum Beten gibt, dann den, dass der Herr uns verschonen möge mit Regierenden, deren Menschenbild und Verständnis von der Gesellschaft so eindimensional ist, dass ihnen zu einer Frage des Zusammenlebens vor dem wichtigsten Fest des Abendlandes nichts anderes einfällt als „Rückschritt für das Christmas-Shopping“.

Eigentlich ist es zum Heulen.

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