Sauf-Berechtigung

Wahrscheinlich ist es das ganz spezielle Verständnis von Rollenverhalten einer weiblichen Vorkämpferin. Jedenfalls ist kaum zu erklären, warum Alice Schwarzer offensichtlich meint, auch zu Dingen, von denen sie gar keine Ahnung hat, unverzüglich irgendwelche Femi-Platitüden absondern zu müssen. Der Rücktritt von EKD-Chefin Margot Käßmann sei falsch für sie selbst und falsch für progressive Protestantinnen, schreibt Schwarzer auf Spiegel Online. Einem Mann hätte man die Trunkenheitsfahrt durchgehen lassen.

Erstens: Einem Mann hätte man diese Trunkenheitsfahrt ebenfalls nicht durchgehen lassen, weil der Autoritätsverlust an der Spitze einer moralischen Instanz einfach zu groß gewesen wäre. Da versteht Schwarzer denn doch zu wenig vom Protestantismus.

Zweitens: Der weiblich dominierte EKD-Rat hat Käßmann nicht das Vertrauen ausgesprochen, sondern erklärt, sie (Käßmann) werde eine Entscheidung treffen, über die dann beraten werde. Das ist ein Rücktritts-Schubs erster Klasse. Dem hätte sich auch kein Mann entziehen können.

Drittens: Gleichberechtigung bedeutet, dass Frauen das Recht haben, sich genauso bescheuert, verantwortungslos oder unmoralisch zu benehmen wie Männer. Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass sie es müssen oder sollten. Man muss es ihnen deshalb auch nicht empfehlen.

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