Zeit für Kinder

Der Bundespräsident hat es unter einfrigem Kopfnicken der restlichen Politik gerade erst wieder gesagt: Eine Lehre aus dem Amoklauf von Winnenden muss sein, sich mehr Zeit für Kinder zu nehmen, besser zuhören, gemeinsames unternehmen…

Recht hat er, nur sollte die Politik dann auch im Tagesgeschäft darüber nachdenken, welchen Einfluss Entscheidungen auf  Eltern und Familien haben. Man kann jedenfalls nicht die Doppel-Verdiener-Familie in Gesetzen anpeilen (etwa beim Unterhaltsrecht), und gleichzeitig meinen, dann würde mehr gemeinsam unternommen. Wer flexible Arbeits-, Einkaufs- und Dienstleistungszeiten will, wird nicht im Ernst glauben, dass die Ganztagsschule ein Ersatz für abwesende Eltern und intensive Kontakte ist. Die praktizierte Familienpolitik konzentriert sich darauf, die Defizite in den Familien durch Angebote in Einrichtungen auszugleichen. Wer die Unverzichtbarkeit starker Familien erkennt, darf aber nicht nur aktiv werden, um sie zu ersetzen, sondern muss auch klare Akzente dafür setzen, eben nicht nur dem Gelderwerb nachzugehen.

Ob das tatsächlich Amokläufe verhindert, ist zu bezweifeln. Der Gesellschaft insgesamt täte es aber nicht schlecht.

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