Ham Sie schon Vermögen?

Die SPD hat zur Reform der Hartz-Reform nun den völligen Verzicht auf eine Begrenzung des sogenannten „Schonvermögens“ beschlossen und gefordert. Es ist schon verblüffend, welch seltsame Auswüchse das Sozialstaats-Missverständnis zeitigt. Wer von Hartz IV lebt, soll nicht länger gezwungen werden, einen Teil seiner privaten Rücklagen aufzubrauchen, bevor er Transferleistungen bekommt. Ist die Solidargemeinschaft also dazu da, dass man Angespartes möglichst unbeschadet bis zur Rente hinüberretten kann?

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not, hieß ein altes Sprichwort. Für sich selbst vorzusorgen, wird nach dem Geist des SPD-Vorstoßes nun also zu einem unsinnigen, ja ungerechten Unterfangen. Die neue Philosophie lautet: Was man hat, das hat man, und damit man es behält, zahlen die anderen.  Es wird Karstadt-Pleitieuse Madlen Schickedanz ja freuen, dass sie aufhören kann, ihre Villen zu verkaufen, wenn sie vom Regelsatz ihr Essen bezahlt. Nur dass die kleine Schlecker-Verkäuferin von ihrem sauer erschufteten Geld abgeben muss, damit andere die Batzen auf ihrem Konto behalten können, ist schon ein Innovation im sozialen Denken der Sozialdemokraten. Ganz abgesehen davon, dass jeder normale Arbeitnehmer an seine Rücklagen muss, wenn es in der Lohntüte nicht reicht.

Täuscht der Eindruck, oder geht  in diesem Land immer mehr Leuten die Peilung für die ganz einfache Gerechtigkeit verloren?

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