Wasch‘ die Hände in Unschuld, aber wasch sie!

Es ist mal wieder ein Aha-Erlebnis der besonderen Art: Wir Menschen mit Kindern predigen Jahr ein Jahr aus „Wasch‘ dir die Hände“, und müssen jetzt feststellen, dass es in deutschen Krankenhäusern dafür spezieller Beauftragter, Weiterbildungen und neuer Gesetze bedarf.

Man hat ja Verständnis dafür, dass an Hygiene in Krankenhäusern besondere Anforderungen gestellt werden. Nur dachten wir Naiven bisher eben immer, dass all die Rituale des Waschens und Sterilisierens zum gewöhnlichen Geschäft des Mediziners gehören. Wie man sich doch täuschen kann! Während sie in der Computerherstellung heute nackt durch Reinstraum-Schleusen gehen, damit auch ja kein Stäubchen und keine Hautschuppe im Chip-Gericht landen, geht es im deutschen Gesundheitswesen offenbar zu wie bei einem Steptänzer, dem man sagen muss, dass er seine Schuhe zum Auftritt mitbringen soll.

Einen Klempner, der Feierabend macht, obwohl das Rohr noch tropft, würde man aus der Handwerkskammer werfen, aber in der milliardenschweren Gesundheitsindustrie braucht es Beauftragte und schärfere Gesetze. Da war Pontius Pilatus irgendwie schon weiter. Überlebt hat sein Patient allerdings auch nicht.

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