Aufwachen im eigenen Roman

Rentner fahren heute Rennrad. An normalen Tagen kommt dieser rasende Papageientaucher kurz vor halb acht am Morgen  von links den Wischbergeweg hinunter. Da habe ich zumindest juristisch eine Chance aus dem Crash als Sieger hervorzugehen. Heute kam er von rechts. Die Tochter schlug mit dem Kopf aufs Armaturenbrett, dem Sohn schlug die Sporttasche ins Genick, aber sonst war alles wie immer. Im Radio sagte die Stimme, dass in letzter Zeit immer mehr junge Muslime nach ihrer Terror-Ausbildung radikalisiert nach Deutschland zurückkämen. Man ist ja schon froh wenn die jungen Leute überhaupt eine Lehrstelle finden…

An manchen Tagen wacht man in einem Roman auf, der Alltag ist. An einem überzeugenden Schluss arbeite ich noch.

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2 Antworten to “Aufwachen im eigenen Roman”

  1. HagiBoy Says:

    Das der Rentner aber einen Rucksack mit Werbeprospekten auf dem Rücken hat durch die er sich einen Euro zur dürftigen Rente verdient sollte in dem Roman nicht untergehen, dann würde ich ihn kaufen!

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    • ralfschuler Says:

      Die Idee ist gut: Das Carbon-Rad und die Ausstattung vom Team Milram hat ihm die Arbeitsagentur als Anschubfinanzierung bezahlt. Ich denke, auf diese Weise kriegen wir die Kurve zum Sozial-Drama…

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