Aufstieg und Fall des Barack O.

Nicht wenige Kommentatoren sehen in der Wahlschlappe für Barack Obama ein Zeichen für das nahe Ende der Supermacht Amerika. Mag sein, dass es so kommt. Nur empfiehlt sich auch in diesem Falle, vermeintliche Leichen erst dann zu begraben, wenn sie tatsächlich tot sind. Schließlich mutet es schon einigermaßen seltsam an, dass Obama noch vor zwei Jahren gefeiert wurde, als sei der Heiland selbst in D.C. hernieder gestiegen und hätte Gottes eigenes Land erlöst. Eigentlich hätte eine Renaissance der Supermacht bevorstehen müssen, für die es auch prompt den Vorschuss-Nobelpreis gab. Nun also doch nicht. Gut, Weltrettung abgesagt.

 Dass Teile der Konservativen massiv gegen Obamas Gesundheitsversicherung wettern, werten hiesige Kommentatoren als Ausweis reaktionärer Ignoranz und irregeleiteter Freiheitsfantasien verwirrter Amerikanischer-Traum-Träumer. Auch da mag was dran sein. Nur könnte man mit solcher Herablassung vielleicht auch einen Moment warten und innehalten angesichts jahrzehntelanger Debatten über Gesundheits- und Sozialsysteme, die in Europa aus dem Ruder laufen, immer neue Milliarden kosten und neue Behörden zur Regulierung von Pharmaindustrie, Ärzte-Honoraren und Apotheken hervorbringen. Wie wäre es, wenn man sich Obamas Gesundheitskasse einfach mal sachlich ansieht und auf ihre Praktikabilität hin untersucht, statt ihre Kritiker sorgsam in die europäischen Frontlinien einzusortieren.

  Nur mal so als Vorschlag.

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Eine Antwort to “Aufstieg und Fall des Barack O.”

  1. Roithamer Says:

    Ja. Aber man kann auch einfach abwarten und Tee trinken. Am besten auf einer teaparty 😉

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