Der Siegeszug der Homo-Ehe

Für die Neue Zürcher Zeitung habe ich einen Gastbeitrag geschrieben, den man hier erreichen kann:

http://www.nzz.ch/meinung/uebersicht/generalangriff-auf-das-heteronormative-weltbild-1.18104795

 

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25 Antworten to “Der Siegeszug der Homo-Ehe”

  1. bajazbasel Says:

    Lieber Ralf Schuler!
    Ich habe Ihren Essay über die „Homo-Ehe“ gelesen. Wieso vergessen Sie und viele andere Kritiker die historischen Tatsachen aus der Vergangenheit? Ich selbst finde die eing. Partnerschaft in der Schweiz genügt für gleichgeschlechtliche Paare und bin dagegen, im Ehe-Garten der Heteros plündern zu gehen…

    Schauen Sie sich doch mal die Geschichte/Historie der heterosexuell organisierten Familie an und die verschiedensten Probleme mit Bezugspersonen während Kriegen und wirtschaftlichen Notzeiten! Das haben die Kinder auch alles überlebt!

    Dorothee Rippmann u.a. legen historische Fakten (zB aus dem Mittelalter) vor:

    „Denn seit dem Spätmittelalter war die Ehe zu einem gesellschaftlichen Thema geworden, das auf sämtliche Lebensbereiche ausgriff. Kirchliche und städtische Obrigkeiten erliessen rechtliche Bestimmungen, die die Eheschliessungen regelten, einschränkten und den Ehebruch unter Strafe stellten.

    Mit der Errichtung der protestantischen Ehegerichte wurde eine zusätzliche Kontroll- und Sanktionsinstanz geschaffen, die über die zentrale gesellschaftliche Institution der Ehe und die Einhaltung der Normen wachte. In der städtischen und der ländlichen Oekonomie, die auf der Zusammenarbeit von Mann und Frau beruhte, konstituierte sich das Ehepaar als Arbeitspaar…

    In den Dokumenten des 15. bis 18. Jahrhunderts finden sich neben den regulär geschlossenen Ehen verschiedene Varianten von lang- oder kurzfristigen, eheähnlichen Verhältnissen. Dies scheint eine unter der ärmeren, mobilen, nicht sesshaften Bevölkerung, die auf ‚bürgerliche’ Normen keine Rücksichten nehmen konnte oder wollte, die übliche Lebensform gewesen zu sein. Bekannt ist dieses Muster vor allem aus Untersuchungen über Randgruppen, Söldner

    und diejenigen Teile der Bevölkerung, die je nach Konjunktur und Arbeitsmarkt zwischen Gelegenheits- und saisonaler Arbeit

    und Delinquenz lavierten, d.h. ausserhalb der zünftischen Normen und der ‚bürgerlichen’ Ehrbarkeit mit ihren strengen Kriterien lebten.“ (Rippmann, D. u.a.: Arbeit Liebe Streit… Verlag BL 1996, S. 31/32)

    Ich wundere mich sehr, dass wirtschaftsfreundliche Kreise zwar „Flexibilisierung in der Oekonomie“ fordern, aber stillschweigend über deren Folgen fürs soziale Leben hinwegtreten.

    Es besteht also ein weitverbreiteter Mythos von Familie und Ehe, die Erinnerung daran reicht offenbar höchstens 100 Jahre zurück…

    Siehe auch: William Naphy: Verbotene Leidenschaft. Gesellschaft und Sexualität von der Renaissance zur Aufklärung, Magnus 2003, 3-88400-024-1

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    • ralfschuler Says:

      Da haben Sie wohl Recht: „das haben die Kinder auch alles überlebt“. Stimmt. Nur geht es bei der Debatte um die Gleichstellung nicht darum, was Kinder und Partnerschaften alles aushalten können, sondern darum, welche Gesellschaft wir wollen und deshalb beispielsweise steuerlich fördern. Selbstverständlich haben nach dem Krieg viele Kinder glücklicherweise bei Großeltern, Tanten oder anderen Verwandten eine neue Familie gefunden. Sollte sich staatliches Handeln deshalb darum kümmern, Kinderbetreuung durch Angehörigen 2. oder 3. Grades zu fördern? Mir geht es gerade darum, die Debatte zu rationalisieren. Ich meine es durchaus ernst, wenn ich schreibe: man kann eine andere Gesellschaft wollen. Ich dagegen halte es für absurd das „heteronormative“ Weltbild abschaffen oder ersetzen zu wollen. Jeder Mensch ist gleich viel wert, aber nicht jeder Mensch ist gleich. Für die Gesellschaft ist die Vater-Mutter-Kind-Familie die zentrale Säule, nicht nur, weil sie naturgegeben ist (anders bekommt man nun mal keine Kinder) oder von der übergroßen Zahl der Menschen gelebt wird, sondern auch weil sie ein Wertegeflechte des Einstehens über Generationen hinweg mit sich bringt, ohne das unsere Gesellschaft nicht auskommt. Staatliche Einrichtungen können nie die komplette Betreuung am Beginn des Lebens, die Weitergabe von Wissen, Bindungen und Kulturtechniken übernehmen, und sie können auch nie das Einstehen für Pflege und Betreuung am Ende leisten.
      Deshalb ist die Ehe förderungs- und schutzbedürftig, alle anderen Formen des Zusammenlebens vom Liebespaar bis zur Alten-WG sollen unbehelligt nach ihrer Facon leben können. Warum ist das Anderssein so unerträglich, wenn ich keinen Splittingvorteil habe?

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  2. Die Homo-Ehe ist konservativ Says:

    Lieber Herr Schuler,

    „Politischer sex sells“ heißt einer Ihrer jüngeren Artikel, in dem Sie aus aus Ihrer Sicht falsche Themengewichten in Politik und Medien zugunsten einer bestimmten Agenda kritisieren. Schaut man sich auf Ihrem Blog nur ein paar Minuten um, dann kommt man freilich nicht umhin festzustellen, dass Ihre eigene Agenda von just derselben Schieflage nicht minder betroffen ist: Bei Ralf Schuler geht es um Homos über Homos, wohin das Auge blickt. Schon ein wenig obsessiv, finden Sie nicht?

    Es ist wirklich schwierig, auch aus diesem neuesten Ihrer Homo-Pamphlete die Argumente herauszudestillieren. Hier und dort deutet sich etwas an, doch niemals wird es ausgeführt, alles unter Vorurteilen vergraben.

    Das ist das Problem der Konservativen in unserem Land, die Ursache Ihrer Schwäche: mangelnde intellektuelle Schärfe und mangelndes Einfühlungsvermögen – und nicht eine vermeintlich geniale propagandistische Schläue der linken Volkserzieher und ihrer Handlanger, die uns die Homo-Agenda gar so schmackhaft gemacht haben und denen allein Leute wie Ralf Schuler auf die Schliche gekommen sind. Welchen jungen, halbwegs intelligenten Menschen wollen Sie denn mit diesem Unfug noch erreichen?

    Die Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben ist eine gute Sache, meine ich, und sie wird hoffentlich bald auch in Deutschland kommen. Als Konservativer können Sie nun schelten, lamentieren, sich als Reaktionär verunglimpft fühlen (wofür ich Sie keineswegs halte), oder aber Sie können diese Veränderung, vor der Ihnen leider der Mut fehlt, als das sehen, was sie für einen Konservativen eigentlich ist: eine Chance, die allgemeine Wertschätzung für Ehe und Familie in unserem Land zu heben. Hier sagt eine Minderheit: Schaut her, wir befinden Eure Werte für gut; sie sind auch die unseren und wir wollen sie mit hochhalten. Machen Sie die Augen auf: Hier arbeitet niemand an einem finsteren Zerstörungswerk, hier beantragt jemand mit Eifer die Clubmitgliedschaft.

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  3. bajazbasel Says:

    Zumindest ist es egal, ob die Mitglieder einer Familie blutsverwandt sind oder nicht. Das kann niemals über die Schutzwürdigkeit entscheiden! Schon im Buch Moses haben die Mägde der Ehefrauen für diese „empfangen“, wenn diese unfruchtbar waren. Damit war das Problem rechtsgültig gelöst. Es wird nur nicht darüber gepredigt…

    Die Familie bildet die Erweiterung einer Ehe und kann niemals identisch damit sein. Denn sie ist ja keine 2er-Beziehung mehr! Und der Eigentumsanspruch an den Kindern muss eh irgendwann mal aufgelöst werden.

    Mann sollte Ideologisches nicht nur an Anderen kritisieren, sondern auch im eigenen Heterogarten richtig beurteilen können! Denn der Schutz gilt nicht eigentlich der Ehe, sondern vor allem den Kindern der Familie. Und wenn kinderlose Paare Vorteile haben, dann können diese auch an gleichgeschlechtliche kinderlose Paare gegeben werden. Man kann nicht alles an den Geschlechtsteilen festmachen! Amen

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    • ralfschuler Says:

      Mein Argument ist ganz klar: Dauerhafte Verantwortungsgemeinschaften gibt es viele, was die Ehe einzig macht, ist die Fähigkeit zur Reproduktion, zum Hervorbringen von Kindern im natürlichen Bindungsgeflecht der Eltern. Alles andere ist prima, meinetwegen konservativ, aber Arterhaltung ist nun mal keine Nebensache. Mit Einfühlung oder Hartherzigkeit hat das nichts zu tun. Wir reden hier über Steuersätze und nicht über die Wertigkeit von Menschen. Nach Ihrer Logik wäre ein unverheiratetes Paar diskriminiert, weil es normal Steuern zahlt und keine Kinder adoptieren darf.

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    • ralfschuler Says:

      An Geschlechtsteilen solle man gar nichts „festmachen“ 🙂 Es ist aber durchaus nicht egal, ob Blutsverwandtschaft besteht, wie Sie schreiben. Theologisch sind die Riten aus vorchristlicher Zeit mit dem neuen Bund im Neuen Testament ausdrücklich und bewusst abgeschafft und neu geregelt worden. Lebensweltlich ist die leibliche Abstammung noch immer die stärkste Bindung des Menschen schlechthin. Wenn Sie das „ideologisch“ nennen, machen Sie sich und uns etwas vor. Eltern gehen für ihre Kinder bis ans Ende der Welt, Waisen suchen ihr Lebenlang nach ihren Eltern, selbst Kinder aus Samenspenden haben sich gerade in Deutschland durch alle Instanzen geklagt und Recht bekommen: Die eigenen genetischen Wurzeln zu finden, ist ein Urrecht und -bedürfnis des Menschen, hinter das auch die verprochene Anonymität des Samenspenders zurücktreten muss.
      Jeder, der mit wachen Augen ins Leben schaut, kann erkennen, dass Vater-Mutter-Kind das zentrale Prinzip des Lebens auf dieser Erde ist (nicht nur beim Menschen. Das wertet andere Partnerschaftsmodelle nicht ab. Ich halte es einfach für absurd, so zu tun, als sei es das Gleiche, ob ein Homo-Paar auf einer einsamen Insel strandet oder ein Hetero-Paar. Im ersten Falle ist die Generationenfolge definitiv zuende. Im zweiten gibt es zumindest eine Chance. Warum können wir Anderssein nicht gelassen nebeneinander her leben? Ich akzeptiere ja auch, wenn jemand Kindergelderhöhung für den falschen Weg hält und brandmarke ihn nicht gleich als Familienfeind.

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  4. bajazbasel Says:

    Lieber Herr Schuler!
    Ich habe in der Schweiz ein anderes „Staatsverständnis“ als Sie in Deutschland. Daher können wir uns in der „Homo-Ehe-Diskussion“ nicht finden – was die finanzielle Behandlung betrifft! Die Schweiz ist (neben dem FL) übrigens auch das einzige Land, in dem über die „eingetragene Partnerschaft“ abgestimmt worden ist. Es dauerte dann auch seine Zeit, bis alle Gesetze angepasst werden konnten. Da redet keine CDU und kein Bundesgericht hinein.

    Ich verstehe völlig, wenn Sie darüber verzweifeln, dass die Fortpflanzung nicht mehr durch die Ehe privilegiert werden soll, sondern auch in ihren anderen möglichen Formen begünstigt wird. Es gibt nämlich schon seit Jahrhunderten Männer, die bi- oder homosexuell sind und sich trotzdem in heterosexuellen Beziehungen und Ehen fortpflanzen. Aber das negieren Sie ja auch völlig!

    Ich wiederhole: Erst hat sich die katholische Kirche in die private Fortpflanzung eingemischt und später deren politische Vertreter über die Einrichtungen der Staaten. Es fällt nämlich historisch auf, dass der Schutz des „Fortgepflanzten“ immer davon abhing, ob das Produkt einer offiziellen Ehe entstammte oder nicht…

    Ich will Sie nicht bekehren! Aber die wirtschaftlichen Verhältnisse haben noch immer das Zusammenleben der Menschen verändert, nicht die Ideologien. Da konnteN die Kirche nichts ausrichten und nicht mal die Kommunisten! Sie werden das erleben müssen! 😉

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    • ralfschuler Says:

      Die Biologie werden Sie nicht aushebeln können. Und die einzige gesellschaftliche Repräsentation von Fortpflanzung ist die Ehe. Das anzuerkennen, kann doch nicht so schwer sein. Darüber hinaus unterscheidet uns, dass ich eine Gesellschaft will, die diesen mehrheitlich gelebten Entwurf auch als so zentral anerkennt, wie er zentral ist. Sie reden offenbar einem Gesellschaftsentwurf das Wort, in dem sich jeder fortpflanzt wie und wo er will, ohne dass es dafür überwölbende Formen gibt. Das ist ihr gutes Recht, ich teile diesen Ansatz aber auch dann nicht, wenn er gedankenlose Mehrheiten findet.
      Im übrigen bin ich weder katholisch noch Kommunist…

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  5. Mondgott Men Says:

    Seit der Erfindung der Pille für die Frau durch den Juden Carl Djerassi sowie dank der Erfindung von Plastikflaschen (Mineralwasser!) gelangen immer mehr weibliche Hormone in das Grundwasser, wodurch natürlich immer mehr Männer feminisiert oder gar schwul werden. Darum ist die „Homo-Ehe“ lediglich eine notwendige Anpassung an die veränderte Umwelt seit 1960.

    Die einzige gute „Religion“ war der Schamanismus der mittlerweile ausgerotteten Jäger-und-Sammler:
    Schamanismus ist zwar auch genetisch bedingt, aber er kann NICHT sozial GELERNT werden wie der hypersoziale Juden-Blödsinn überall (Christen, Muslime, Protestanten, Kapitalisten, Kommunisten, Nazis, Hollywood, Anthroposophie, etc. etc.)

    Dies ist „unsere“ Geschichte in 10 Sekunden: Sesshaftigkeit => Kain ermordet Abel (Jäger-und-Sammler) => Juden (Mörder wie Moses, David, etc.) => Christen => Muslime (inkl. Talibans) => Protestanten => Kapitalisten & Banker => Kommunisten-Marxisten => Nationalsozialisten => Hollywood => Giftgas und Atombomben (Haber, Teller, Oppenheimer, Kim Jong Un) => Neonazis etc.

    Wann hört endlich dieser wahnsinnige beschnitten-traumatisierte Blödsinn überall auf???

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    • ralfschuler Says:

      Da ich mit Zensur in den ersten 25 Jahren meines Lebens keine guten Erfahrungen gemacht habe, lasse ich diesen antisemitischem Quark hier mal stehen. Soll kein Schamane sagen, er würde unterdrückt. Schwachsinn bleibt es trotzdem.

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    • Gutartiges Geschwulst Says:

      Mondgott Men sagt: „Dies ist „unsere“ Geschichte in 10 Sekunden: Sesshaftigkeit => Kain ermordet Abel (Jäger-und-Sammler) => Juden (Mörder wie Moses, David, etc.) => Christen => Muslime (inkl. Talibans) => Protestanten => Kapitalisten & Banker => Kommunisten-Marxisten => Nationalsozialisten => Hollywood => Giftgas und Atombomben (Haber, Teller, Oppenheimer, Kim Jong Un) => Neonazis etc.“

      Obwohl ich ziemlich schnell lese, kam ich (handgestoppt) auf 11,3 Sekunden.

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    • KClemens Says:

      Was hast Du getrunken, geraucht oder inhaliert? Muss ja ein dolles Zeug sein……….

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      • ralfschuler Says:

        Lindt & Sprüngli – nehmen die bei der Neuen Zürcher alle…

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      • KClemens Says:

        @ralfschuler,

        Lindt & Sprüngli? Nehme ich auch, hat aber möglicherweise bei mit als Raucherin gegenseitige Effekte.

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      • ralfschuler Says:

        Ich weiß ja nicht, worauf Sie mit Ihrem Kommentar hinaus wollten…

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      • KClemens Says:

        Bitte entschuldigen Sie, ich wollte nur ein wenig frotzeln…

        Aber zum Thema:

        Es wird nicht lange dauern, und Schwul/Lesbische Vereinigungen werden von den Kassen fordern, daß die Kosten für Leihmutterschaft, etc. voll übernommen werden.
        Alles andere wäre Diskriminierung.

        Und ich halte jede Wette, daß solchen Forderungen stattgegeben wird. Notfalls mit einem Side-Step über das BVerG.

        Daß heterosexuelle Paare dies auch nicht voll von den Kassen bezahlt bekommen ist vollkommen normal, denn heterosexuelle Menschen erleiden ja keine Diskriminierung, da sie der Mehrheit angehören.

        Ich hege schon länger den Verdacht, daß es neben der Beseitigung von „Diskriminierung“ primär darum geht, den Menschen in der sogenannten westlichen Welt ihren natürlichen Lebensraum zu zerstören. Um mal einen Ausdruck aus der Tierwelt zu übernehmen.

        Dazu gehören auch permanente Reformen, die permanente „Selbstoptimierung“ erfordern.

        Die Politik schafft hier eine gefährliche Melange für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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  6. bajazbasel Says:

    Ich bin zufällig wieder auf einen Artikel zum Thema Ehe und Familie gestossen, aus dem Jahr 1946. Er ist nach wie vor aktuell! Grüsse, P. Thommen
    http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2011/08/Portmann-Familienprobleme.pdf

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    • ralfschuler Says:

      Dagegen ist nichts zu sagen, deckt sich mit meiner hier immer wieder geäußerten Auffassung: Nur das Beisammensein beider Geschlechter ist Träger der Fortpflanzung. Und dieses Beisammensein ist bei uns durch die Ehe kodifiziert, deshalb ist die Ehe einzig und etwas Besonderes und unterscheidet sich von der eingetragenen Partnerschaft Gleichgeschlechtlicher. Und ich für meinen Teil sage auch ganz klar: Ich möchte diese kulturelle Prägung beibehalten. Wer die Gesellschaft umprogrammieren will, soll es offen sagen, und zum Teil sagen es Vertreter der Homo-Aktivisten ja auch. Wer das „heteronormative Weltbild“ überwinden will, will eine anderen Gesellschaft. Das darf er. Ich will es nicht. Ich darf das auch.

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  7. IBO Says:

    Generalangriff auf das «heteronormative Weltbild»

    fand ich sehr erhellend. Vielen Dank, dass Sie ausgesprochen haben, was viele denken, aber sich nicht trauen auszusprechen.

    Ich finde es völlig klar, dass jeder Mensch nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet ist und somit leben darf, mit wem er möchte. Sobald allerdings Kinder im Spiel sind, finde ich die gleichgeschlechtliche Partnerschaft einen ungünstigen Erziehungsrahmen und ein nicht empfehlenswertes Vorbild.

    Singles dürfen nicht adoptieren, haben kein Recht auf ein Kind, warum sollten es 2 Gleichgeschlechtliche haben? Aus demselben guten Grund: keiner hat ein Recht auf ein Kind und die Natur hat es nicht so vorgesehen. Ist ja eigentlich nicht so kompliziert, finde ich.

    Wer sehr wohl Rechte hat, ist in meinen Augen das Kind: Kinder haben Recht auf einen Vater UND eine Mutter.

    Besten Gruss aus Berlin,

    I.B.

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  8. ConBall Says:

    danke und Bewunderung für den knappen, guten Artikel zu den Errungenschaften der „Gleichstellungslobby“. Meine Hoffnung ist, dass die Verantwortungsgemeinschaften tatsächlich nun so lange inflationär ihre Anerkennung und Förderung verlangen und bekommen, bis die Sehnsucht nach Rationalität und logischer Unterscheidung die klassische Ehe wie einen Phönix aus der Asche wieder erstehen läßt.

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  9. WinKle Says:

    Sehr geehrter Herr Schuler,

    mit großer Freude und auch Genugtuung habe ich Ihren Gastbeitrag in der NZZ „Generalangriff auf das „heteronome Weltbild“ gelesen. Ich teile Ihre Auffassung ganz und gar und hoffe, dass die Einsicht zunimmt, die Ehe als zivilisatorische Errungenschaft und Keimzelle der Gesellschaft sei besonders schützenswert.

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  10. BriSpel Says:

    Sehr geehrter Herr Schuler,
    für Ihren o.g. Kommentar möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Wenn man die Abend-Talkshows und Nachrichten hört, hat man das Gefühl, dass Menschen, die in einer Ehe leben, Kinder (auf natürlichem Weg) bekommen und diese auch großziehen außer Mode geraten, bzw. nicht mehr vorhanden sind. Sagt man dann noch, dass man Ehe und eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht vergleichen kann, wird man gleich in die „Diskriminierungsecke“ gesteckt. Warum gibt es diese Debatte? Im GG wird ausdrücklich auf die Ehe zwischen Mann und Frau hingewiesen. Wie weit soll diese Diskussion noch fortschreiten? Was ist das Ziel? Ist es nicht eher so, dass jeder Mensch an sich schon begrenzt auf die Welt kommt. Irgendwann in seinem Leben muss er lernen, diese Grenzen zu akzeptieren, um so zu einem erfüllten Leben zu gelangen. Die Verbindung gleichgeschlechtlicher Paare ist keine Ehe und es können keine Kinder gezeugt werden. Diese Grenze anzunehmen ist sicherlich schwierig. Die Lösung, wie sie bereits gehandhabt wird, dass lesbische und schwule Paare Kinder durch Samenspende zeugen und sich dann das Sorgerecht teilen ist meiner Ansicht nach ethisch für das Kind nicht mehr vertretbar. Ein Kind sollte aus echter Liebe entstehen, weil es für Kinder wichtig ist, zu wissen, dass sie aus Liebe gezeugt wurden. Die alte Frage „Darf man alles, was man kann?“ sollten sich die Menschen einmal wieder stellen, und sie werden feststellen, dass diese nur mit „Nein“ beantwortet werden kann.
    Vielen Dank für Ihren Artikel
    Brigitte S.

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  11. bajazbasel Says:

    Ich möchte nur anfügen, dass es eine beträchtliche Anzahl heterosexueller Ehepaare gibt, die die Krankenkassen für die extrauterine Fortpflanzung beanspruchen, weil er oder sie unfruchtbar ist und dieses Schicksal so schrecklich für sie… Für die hat man/frau die ganzen Techniken entwickelt. Das sind einige mehr als die paar Lesben und Schwule!

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  12. rroollff Says:

    …Ihrer Meinung beim Thema „Siegeszug der Homo-Ehe“ pflichter ich bei, danke Herr Schuler.
    Zum selben Thema hab ich einen kleinen Abriss in meinem Blog geschrieben…
    http://jesus-blog.de/homosexualitaet/

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