Küsse unterm Regenbogen

Grün-Rot in der Sex-Krise!

Nun will sich also Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (65, Grüne) selbst in den Streit um den „Bildungsplan 2015“ einschalten, will das Gespräch mit den Kirchen suchen, obwohl er selbst „gar nicht verstehe, was stört“ (FAZ).

Was stört, steht in einer Online-Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“, die inzwischen von mehr als 133 000 Menschen unterstützt wird. Tendenz steigend. Im Kern geht es in dem internen Bildungsplan darum, wie ab 2015 „sexuelle Vielfalt“ an den Schulen im Ländle der Jugend näher gebracht werden soll. Der Lehrer Gabriel Stängle, der die Petition ins Netz gestellt hat, fürchtet vor allem eine ideologische „Umerziehung“ im Sinne der Schwulen- und Lesbenverbände, die am Papier des Bildungsministeriums mitgeschrieben haben. Auch die Kirchen und Vertreter von Lehrerverbänden protestierten.

Was Kretschmann nicht versteht oder nicht verstehen will, ist die Tatsache, dass schon der entsprechende Passus über „Vielfalt in der sexuellen Identität und Orientierung (Hetero-, Homo-, Bisexualität; Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle)“ von alarmierender, ganz offenkundig ideologisch getriebener Schlichtheit zeugt.

Völlig unterschiedliche Orientierungen und Phänomene hinter der fröhlichen Vokabel „Vielfalt“ zu versammeln, nur weil alles irgendwie mit Sex zu tun hat, ruft völlig zu Recht den Widerstand gerade von Lehrern hervor. Mehr als ein unreflektierter Enttabuisierungswahn kann sich hinter dieser Auflistung nicht verbergen. Wer mit indifferenten Geschlechtsmerkmalen (Intersexualität) geboren wird, hat eine völlig andere Ausgangslage als ein Homo- oder gar Heterosexueller.

Niemand kann im Ernst etwas dagegen haben, wenn an Schulen zu Toleranz und Verständnis erzogen wird. Die christlichen Kirchen schon gar nicht, deren Botschaft es ja gerade ist, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist (Matthäus 25,40: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“) Aber man kann sehr wohl etwas dagegen haben, all dies als gleichrangig unter einem bunten Regenbogen der Vielfalt darzustellen.

Niemand hat das Recht, andere wegen ihrer sexuellen Orientierung herabzusetzen. Und doch wäre es gerade auch in einem solchen Orientierungs(!)-Papier für die Schulen wichtig darauf hinzuweisen, dass die klassische Hetero-Beziehung die Keimzelle unserer Gesellschaft ist, dass nur sie Träger allen Lebens ist und den schlichten biologischen Fortbestand der Menschheit sichert. Sofern man nicht auf künstliche Menschenzucht um“orientieren“ will.

Kurz: Jeder darf und soll nach seiner Facon selig werden (Friedrich II.), aber nicht jede Facon ist gleich. Genau deshalb hat Artikel 6 des Grundgesetzes (besonderer Schutz von Ehe und Familie) seine bleibende Berechtigung. Diese Unterschiede zu benennen, ist auch keine Diskriminierung, sondern wird – im Gegenteil – auch Inter- oder Transsexuellen viel besser gerecht, als ein hirnloser Regenbogen antibürgerlicher Aktivisten.

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3 Antworten to “Küsse unterm Regenbogen”

  1. Markus Randecker Says:

    „Enttabuisierungswahn“? Wer entscheidet denn bitte was tabu ist und was nicht?
    Warum sollen Homosexuelle oder Bisexuelle tabu sein?
    Lieber Herr Schuler sind Sie überhaupt im 21. Jahrhundert angekommen? Das einzige was tabu sein sollte, ist eine solche kranke Meinung zu vertreten, wie Sie dies gerade tun.

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  2. Winfried Batzke Says:

    Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer mutigen Aussage, dass die klassische Hetero-Beziehung die Keimzelle unserer Gesellschaft ist und als solche den besonderen Schutz und die Förderung der Gesellschaft verdient und auch immer mehr nötig hat. Ich finde es skandalös, welchen Einfluss Schwulen-und Lesbenverbände auf die aktuelle Familienpolitik in Deutschland haben. Sind wir denn in Deutschland inzwischen alle von Sinnen? Wodurch wollen wir die klassische Familie denn ersetzen? Durch ständig wechselnde Beziehungen der Eltern? Alle familien- und gesellschaftspolitischen Studien zeigen auf, wie wertvoll stabile Vater-Mutter-Beziehungen für die Entwicklung eines Kindes und seine zukünftige Stellung in der Gesellschaft sind. Und damit will ich keineswegs irgendwelche Orientierungen oder Lebensformen oder gescheiterte Beziehungen kritisieren oder diskriminieren, aber warum soll der Staat sie fördern?
    Ich erlebe die Herausforderung, Kindern eine glückliche Familie zu geben als Vater von 4 Kindern täglich hautnah mit. Und ich empfinde Glück dabei, mit meiner ersten und einzigen Ehefrau diese Herausforderung angenommen und erlebt zu haben. In den Medien spielt eine glückliche Ehe zwischen Mann und Frau als Beziehung leider immer weniger eine Rolle, wird überlagert von allen anderen Formen des Zusammenlebens. Dabei sind heterosexuelle Ehen immer noch die deutliche Mehrheit. Und für die Mehrheit auch anstrebenswert.

    Winfried Batzke
    Brandenburg an der Havel

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